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Kultur und Freizeit in der Lausitz 2008
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Der Mensch verändert die heimatlichen Landschaften
Alles, was der Mensch für sein Leben braucht, entnimmt er der Natur. Es sind die Rohstoffe, die er durch seine Arbeit veredelt und dienstbar macht. Die Natur befindet sich in einem Gleichgewicht, in dem alles seinen Platz und seinen Zweck hat. Die ungestörten Landschaften sind die äußerliche Form dieses Gleichgewichtes. Seit Jahrhunderten wirtschaftet der Mensch in der Oberiausitz und hat dabei die natürlichen Landschaften erheblich umgestaltet.
Man könnte meinen, an der geologischen Beschaffenheit eines Landstriches wäre wenig zu ändern, doch das ist falsch. Wir brauchen nur an die Braunkohle zu denken. Hier wird eine ganze geologische Schicht herausgenommen, die durch nichts ersetzt werden kann und für immer verloren ist. Um 1800 begann vielerorts der Braunkohlenbergbau, besonders in den großen Tertiärbecken von Zittau, Großschönau-Varnsdorf-Seifhennersdorf und Berzdorf. Bei Hartau, Olbersdorf, Zittau, Niederoderwitz, Leutersdorf, Großschönau, Seifhennersdorf, Herrnhut, Radibor und auch im Muskauer Faltenbogen und in vielen anderen Orten gab es den Bergbau unter Tage. Nur einige Senkungsfelder und nicht allzu große Halden sind übrig geblieben. Sie fallen in der Landschaft heute kaum auf.
Anders war es jedoch geworden, als die kilometerweiten Tagebaue zu fördern anfingen. Ohne Rücksicht fielen ihnen die natürlichen Landschaften zum Opfer. Wälder, Wiesen und Felder und ganze Dörfer verschwanden, und selbst die Flüsse mußten verlegt werden.